30. Mai 2026
Ich habe relativ früh gelernt,das Wort „Warum?“ nicht wegzulassen.
Vielleicht begann genau dort meine heutige Art zu arbeiten.
Denn hinter vielen Problemen steckt selten nur ein einzelner Fehler.
Oft liegen die Ursachen tiefer.
Warum funktioniert ein Ablauf nicht?
Warum entstehen Missverständnisse?
Warum geraten Teams permanent unter Druck?
Warum kompensieren Menschen täglich strukturelle Schwächen?
Im Gesundheitswesen wird häufig sehr schnell nach Lösungen gesucht.
Manchmal sogar nach Schuldigen.
Die eigentliche Ursache bleibt dabei jedoch oft unangetastet.
In meiner beruflichen Laufbahn —
in der Intensivmedizin,
im Rettungsdienst,
im Ambulanzflugdienst
und später auch in organisatorischen Bereichen —
habe ich gelernt:
Wer das „Warum“ nicht versteht,
wird Probleme meist nur kurzfristig lösen.
Vielleicht betrachte ich Systeme deshalb heute anders.
Nicht oberflächlich.
Nicht nur organisatorisch.
Sondern immer auch aus Sicht der Menschen,
die täglich darin arbeiten müssen.
Denn Systeme scheitern selten plötzlich.
Sie entwickeln ihre Probleme oft langsam —
unbemerkt,
schleichend,
über Jahre hinweg.
Und genau deshalb halte ich die Frage „Warum?“,
für eine der wichtigsten Fragen überhaupt gestellt werden können.
SAUB-die etwas andere Perspektive 😉
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